Das Ronaldo-Fest(-Schau)-Spiel

Heute fand der erste richtige Full-Time-WM-Tag statt, zunächst mit dem Spiel Ägypten (ohne Mohamed Salah) gegen Uruguay, das der hohe Favorit aus Südamerika in einem insgesamt schwachen Spiel durch ein Tor von Jose Gimenez in der 89. Minute für sich entscheiden konnte. Nicht wirklich spannender war das Spiel Marokko gegen Iran, das die insgesamt etwas unterlegeneren Iraner in der 95. Minute durch ein Eigentor von Aziz Bouhaddouz glücklich mit 1:0 gewannen.

Es war also ein Nachmittag der späten Tore mit nicht so prickelnden Spielen. Um 20:00 Uhr trat dann in einem der beiden Spitzenspiele der Vorrunde Portugal gegen Spanien in Sotschi an (das andere dürfte England gegen Belgien am 28.06. sein, bei den restlichen steht der Gruppenfavorit wohl jeweils fest). Und es wurde ein diesmal prickelndes Spiel mit einem späten Tor (allerdings eines von vielen Toren): Bereits in der vierten Minute ließ sich Cristian Ronaldo geschickt von Naldo im Strafraum berühren und fiel hin – Elfmeter, den der Berührte auch sicher verwandelte – 1:0 für Portugal (normalerweise sollte nach einer alten Fußballerweisheit der Gefoulte ja nicht selbst antreten, da es aber mehr eine Berührung als ein Foul war, galt dieses Gesetz nicht mehr – und ja, den Elfmeter konnte man trotzdem geben, ich weiß). Spanien war zunächst geschockt, fand nach zwanzig Minuten aber besser ins Spiel, und dank der spanischen “Robustheit”, die man bereits aus dem Champions League Finale von Real Madrid gegen den FC Liverpool kannte, räumte Costa Pepe mit dem Ellbogen ab, tanzte zwei Verteidiger aus und traf zum 1:1-Ausgleich. Spanien nun mit mehr Torchancen, aber auch hier gab es (wenn auch umgekehrte) Parallelen zum Champions League Finale: Spaniens Torwart David de Gea machte den Karius, indem er Ronaldos Distanzschuss durchrutschen ließ (44.) – 2:1 zur Pause für Portugal.

Spanien blieb trotzdem weiter am Drücker, und durch ein Tor von Costa in der 55. Minute nach einem Freistoß und einem Traumtor von Nacho drei Minuten später war das Spiel gedreht – 3:2 für Spanien. Nachdem wir das Spiel zu dritt im “Storchennest” geschaut hatten, waren wir zumindest zu zweit sicher, dass Ronaldo in der 89. Minute den Ausgleich machen würde – entweder per Freistoß oder per Schwalbe mit anschließendem Elfmeter. Wir lagen allerdings falsch: Es war bereits die 88. Minute, als Ronaldo mit seinem dritten Treffer durch einen wunderschön direkt verwandelten Freistoß zum 3:3-Ausgleich traf. So blieb es beim insgesamt verdienten 3:3-Unentschieden in einem tollen Fußballspiel, das mit Sicherheit in die WM-Geschichte eingehen wird.

Nachdem Spanien während der 3:2-Führung von einem Tippspiel-Tipper bereits als DER Favorit für den Titel auserrufen wurde (ohne dass die anderen Mitfavoriten bereits gespielt hätten), habe ich nun auch eine gute Überleitung zum Thema “Wer wird Weltmeister” – und da gibt es ganz unterschiedliche mathematische Ergebnisse: Brasilien, Spanien und auch Argentinien sind die Favoriten. Deutschland dagegen nach anderer Berechnung klarer Favorit. Und welcher wissenschaftlicher Theorie kann man nun glauben? Oder sollte man doch mehr den Sternen trauen?

Mal schauen, wie sich dann “Die Mannschaft” am Sonntag schlägt…

 

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