Alles hat ein Ende, auch ein 28jähriges WM-Elfmeter-Trauma

Im gestrigen ersten Achtelfinale wurde ein Bundesliga-Spieler zum Helden: In einem zähen und wenig aufregenden Spiel zwischen Schweden und der Schweiz gelang dem Leipziger Emil Forsberg in der 66. Minute der goldene Treffer, nachdem sein Schuss aus 20 Metern vom Dortmunder Manuel Akanji noch abgefälscht wurde. In der Nachspielzeit gab es dann noch eine Rote Karte gegen den Neu-Gladbacher Michael Lang nach einer Notbremse gegen Martin Olsson. Mehr Worte braucht man über das Spiel wohl nicht verlieren.

Im zweiten Achtelfinale traf dann Kolumbien auf England, und es sollte ein historisches Spiel werden. Nach einer torlosen schwachen Hälfte von beiden Seiten brachte Harry Kane – wer sonst? – England durch einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter  in der 57. Minute in Front. Das Spiel war fortan von Fouls geprägt und nicht schön anzusehen – bis in der 93. Minute Yerry Mina nach einer Ecke ins linke Eck des Tores köpfte – 1:1. In der Verlängerung drängte zunächst Kolumbien auf den Siegtreffer, erst zum Ende hin erspielte sich auch England wieder Chancen. So blieb es beim 1:1 und es musste ein Elfmeterschießen folgen – das war es dann wohl für die Engländer, die noch nie ein Elfmeterschießen bei einer WM gewannen (das erste hatten sie bei der WM 1990 im Halbfinale gegen Deutschland) und nur einmal bei einer EM (1996 gegen Spanien im Viertelfinale – um anschließend im Halbfinale erneut gegen Deutschland im Elfmeterschießen auszuscheiden). Und es lief wie vermutet: Falcao und Harry Kane sowie Juan Cuadrado und Marcus Rashford trafen, ebenso wie Luis Muriel, aber Jordan Henderson verschoss – also alles so wie immer. Aber auch Mateus Uribe verschoss – alles wieder offen. Kieran Trippier traf – und Carlos Bacca scheiterte am starken englischen Torwart (so einen haben die bisher sehr selten gehabt) Jordan Pickford. Nachdem dann Eric Dier noch traf, war das 28jährige WM-Elfmeter-Trauma Englands endgültig besiegt. Großer Jubel bei den Briten, und so war es wohl ein schönerer Sieg, als wenn sie in der regulären Spielzeit gewonnen hätten.

Damit stehen alle Viertelfinalpartien fest, die am Freitag und am Samstag stattfinden:
Fr., 06.07.2018, 16:00 Uhr: Uruguay – Frankreich
Fr., 06.07.2018, 20:00 Uhr: Brasilien – Belgien
Sa., 07.07.2018, 16:00 Uhr: Schweden – England
Sa., 07.07.2018, 20:00 Uhr: Russland – Kroatien

In Deutschland ist auch eine wichtige (aber auch richtige?) Entscheidung gefallen: Jogi Löw bleibt weiterhin Bundestrainer und soll trotz des desaströsen WM-Auftritts den Neuaufbau leiten.

Heute und morgen ist jetzt bei der WM Pause, eventuell gibt es aber trotzdem morgen ein Update auf dieser Seite. Bis dahin gute Erholung!

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*